Mag. Bernhard Maria Ebenberger-Higer

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Was ist Verhaltenstherapie?

Die Verhaltenstherapie zählt zu den großen klassischen Psychotherapiearten (weitere sind: Psychoanalyse, Psychodrama, Existenzanalyse, etc.).

Welches Menschenbild steht hinter der Verhaltenstherapie?

Verhaltenstherapie fasst den Menschen als Lernenden auf. Reichen in bestimmten Situationen die eigenen gelernten Fähigkeiten nicht aus, um für uns wichtige Bedürfnisse (Schule, Beruf, Beziehung, soziale Kontakte, Gesundheit) zu erfüllen, wird das Wohlbefinden beeinträchtigt. Hier setzt die Verhaltenstherapie am konkreten Problem an und hat dessen Lösung zum Ziel.

Welche Methoden gibt es in der Verhaltenstherapie?

Neben den Basisfertigkeiten der Gesprächsführung, Motivationsarbeit und Beziehungsarbeit hat der Therapeut auch die Möglichkeit, aus einer sorgfältig evaluierten Palette an allgemeinen und problemspezifischen Maßnahmen auszuwählen. Diese können flexibel in den jeweiligen Behandlungsplan integriert werden. Es sind dies z. B.: Training sozialer Kompetenzen, Problemlösemethoden, Genusstraining, Entspannungsverfahren, Imagination (Arbeit mit Vorstellungsbildern), Konfrontationsverfahren (Expositionstraining, Reaktionsverhinderung,...), Kommunikationstraining, etc.

Welche Einsatzbereiche gibt es für die Verhaltenstherapie

Die Einsatzbereiche sind neben psychischen Störungen im engeren Sinn allgemeine Lebensprobleme, aber auch zwischenmenschliche Probleme und psychische Begleiterscheinungen somatischer Erkrankungen. Verhaltenstherapie wird hauptsächlich im Einzelsetting durchgeführt; es sind aber auch Paar‐, Familien‐ und Gruppentherapien möglich. Häufigkeit und Intensität orientieren sich nach dem Bedarf.

Quellen:
Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation (AVM)
Österreichische Gesellschaft für Verhaltenstherapie (ÖGVT)